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NV

„Hallo du! Ja, genau du – ich bin es, die Amra aus Wuppertal.
Du kennst mich noch nicht, ich dich auch nicht, aber ich würde das unglaublich gerne ändern!
Also ich muss sagen, so ganz habe ich mich noch nicht an das Ganze hier gewöhnt.
Alles ist so kalt, so groß, so laut. Vor allem der ganze Regen hier in Wuppertal, was soll denn das?
Diese ganzen Personen um mich herum, andauernd fassen sie mich an, nehmen mich hoch oder strecken mir ganz neckisch ihr Zunge zu. Was wollen die bloß von mir?

Ich bin immer ganz froh wenn dann meine Mami und mein Papi kommen. Da bin ich gerne.
Mami hat mich ja auch bis vor noch gar nicht allzu langer Zeit ganz eng an sich getragen, das war vor 16 Monaten.
Da war es immer schön warm und gemütlich und plötzlich, viel früher als geplant am 14.01.2015, werde ich aus meinen Träumen gerissen. Da bin ich nun, zu klein für diese große neue Welt, in meinen rosa Söckchen.

Nach Hause konnte ich allerdings auch nicht so schnell. Lange Zeit haben mich immer so große Leute mit weißer Kleidung genau unter die Lupe genommen, ich glaube man nennt sie Ärzte. Naja, und diese Ärzte sagten dann zu meiner Mami und zu meinem Papi, dass mit mir wohl irgendwas nicht stimme. Trisomie 18, sagten sie. Besser bekannt als das Edwards-Syndrom. Mama und Papa waren sehr traurig als sie erfuhren dass ich, ihr kleines Mädchen, nicht ganz so gesund bin wie meine anderen Geschwister.

Aber wir sind ja eine Familie und Familien halten zusammen und das macht mich sehr fröhlich, das sieht man mir an. Meine Familie gibt sich sehr viel Mühe mit mir, spielt mit mir, vor allem laute Sachen finde ich super! Und auch wenn ich mal wieder etwas länger brauche um manche Dinge zu verstehen, sind sie ganz geduldig mit mir.
Manchmal bin ich nämlich einfach nicht so weit wie andere Babys in meinem Alter, gerade das trinken und sitzen, liegen mir einfach nicht so und auch das Atmen bereitet mir des Öfteren Schwierigkeiten, aber das wird glücklicherweise über eine Nasenbrille unterstützt.

Naja, aber egal wie viel Mühe sich meine Mama und mein Papa und der Rest meiner Familie geben, alleine ist das nicht immer so gut zu bewältigen.
Und darum wende ich mich hier an Dich.
Du kennst dich als examinierte Pflegefachkraft in diesen Dingen nämlich noch viel besser aus als meine stets bemühte Familie und ich würde dich gerne bei mir haben, damit es mir auch in Zukunft noch so gut geht wie es mir jetzt geht.

Wenn du also auch bei mir sein willst, würde ich mich freuen wenn du Kontakt zu meinem Pflegedienst aufnimmst.
Ich freue mich, dich kennenzulernen!